JÜRGEN BECKER

JÜRGEN BECKER

Volksbegehren

Kabarett
Kochsmühle Obernburg

Montag 07. Mai 2018, 20:00 Uhr

Tickets Karten reservieren   

Standard Ticket:
20,00 € (17,00 € erm.)

mit Sitzplatz-Reservierung:
23,00 € (20,00 € erm.)

Die Kulturgeschichte der Fortpflanzung

Blattläuse haben es leicht. Wenn ihnen nach Fortpflanzung zumute ist, gebären die
Lausmädels ohne Zutun eines Lausbuben bis zu zehn Töchter am Tag. Sie müssen nicht
fragen: „Zu mir oder zu dir? Sie fragen: „Zu mir oder zu mir?“ So einfach kann das Leben sein. Doch etwas muss ja dran sein am Sex.

Jedenfalls hat sich der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung bei
99% der Tierarten durchgesetzt. Geschlechtliche Fortpflanzung findet man gar bei
Obstbäumen, Topfpflanzen, Ziersträuchern und in Blumenrabatten, wenn darin Herren- und Damenkegelclubs des Nachts bei ihren feucht-lustvollen Ausflügen übereinander
herfallen. Wir sind Tiere und werden es immer bleiben. Daran erinnert uns der Sex,
weshalb er so beunruhigend, aufwühlend, elektrisierend, schockierend, bedrohlich
und.....so angenehm ist.

So wundern wir uns über das Tierhafte unserer Körper und empfinden Sie gelegentlich
als peinlich, abstoßend und vulgär. Wir schämen uns Ihrer, es sei denn, wir sind im
Internet.
Kann die Religion diese Scham erklären oder erklärt die Scham gar die Religion? Denn in der bunten Götterwelt finden wir bereits alle Spielarten der Sexualität wieder, auch die
Homoerotische. Und schon immer hat die Religion das versucht, was wir heute endlich
geschafft haben: Wir können Kinder zeugen ohne Zeugungsakt und Sex genießen ohne
Kinder zu zeugen. Früher musste man dafür beten: „Heilige Maria, die du empfangen
hast ohne zu sündigen, lass mich sündigen, ohne zu empfangen!“ Aber was macht sexy?
Was lehrt uns die Erotik über uns selbst? Und welche Lebensweisheiten können wir aus
Ihr gewinnen?

„Mitternachtsspitzen“ sind im gleichnamigen Film mit Doris Day und John Garvin
Dessous und so wagt der Moderator derselben einen kabarettistischen Beischlaf mit
dem Eros, dem wohl mächtigsten aller Götter. Jürgen Becker bittet zum Blick durchs
Schlüsselloch. Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten aufs angenehmste
gekitzelt fühlen und beim Anblick von hundert erotischen Meisterwerken in Deckung
bleiben - und spürt dabei geflissentlich, dass schöne Schenkel nicht nur im Bett betören.
Gelegentlich darf man sich auch darauf klopfen.

http://juergen-becker-kabarettist.de/

« Zurück zum Spielplan